Schweiz - laut einer Studie der Universität Bern erhöht sich das Risiko von Komplikationen bei der Geburt merklich wenn die Schwangere ein Opfer weiblicher Genitalverstümmelung ist. Die Berner Ärzte verglichen die Geburten von 122 FGM-Opfern mit einer gesunden Kontrollgruppe und fanden heraus, dass sowohl die Wahrscheinlichkeit, einen Notkaiserschnitt vornehmen zu müssen, als auch die Gefahr von schweren vaginalen Einrissen bei FGM-Opfern bedeutend höher ist: Von den 122 untersuchten Frauen mussten 18 ihr Kind per Notkaiserschnitt zur Welt bringen, neun erlitten schwere Rissverletzungen. Bei der Kontrollgruppe gab es hingegen nur drei Notkaiserschnitte und nur eine Frau mit schweren Rissverletzungen.
Die Studie erfasse auch die Wünsche der genitalverstümmelten Frauen zu dem Umgang mit ihrer Verstümmelung während der Geburt. 50 Prozent der betroffenen Frauen entschieden sich, ihre Vaginalöffnung vor oder während der Geburt chirurgisch weiten zu lassen.
Quelle: Reuters India




