Am Sonntag wurde in Paris die exklusive Vorpremiere von Fleur du Désert auf Einladung der PPR Foundation for Women’s Dignity gefeiert. Bei dem Event waren neben Waris Dirie und Francois-Henri Pinault auch Produzent Peter Herrmann, Regisseurin Sherry Hormann und Hauptdarstellerin Liya Kebede anwesend. Zu den hochkarätigen Gästen gehörten die Eltern des PPR Chefs Marie-Yvonne und Francois Pinault, Designer Philipp Starck, Vogue Frankreich Chefredakteurin Carine Roifeld und die französische Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot.
“Ich möchte der PPR Stiftung und Francois-Henri für ihre großartige Unterstützung im Kampf gegen FGM und für die Rechte der Frauen danken!” sagte Waris Dirie nach dem Event.
Paris - Die Waris Dirie Foundation und der französische Großkonzern PPR kämpfen in Frankreich gemeinsam gegen weibliche Genitalverstümmelung und Gewalt gegen Frauen. Am kommenden Sonntag veranstaltet PPR gemeinsam mit dem französischen Verleiher des Films eine exklusive Vorpremiere von Wüstenblume in Paris. Die Luxusmarken des PPR Konzerns, unter anderem Gucci, Yves Saint Laurent, Baleciaga, Alexander McQueen und Stella McCartney haben das Kartenkontingent gekauft und die 500 hochrangigen Gäste der Veranstaltung eingeladen. Alle Einnahmen des Abends fließen an eine französische Organisation, die sich gegen Gewalt an Frauen engagiert.
FNAC, der französische multimedia Gigant hält in 5 großen französischen Städten ein eigenes Diskussionsforum zum Thema Gewalt gegen Frauen ab. Zusätzlich werden in allen FNAC Geschäften das Buch “Wüstenblume” und der Film speziell beworben. Der Trailer des Films wird auf allen 7.000 Bildschirmen der Kette überall in Frankreich zu sehen sein.
Andere Marken des Konzerns, wie zum Beispiel Redcats oder Conforama, informieren auf ihren Internetseiten und in ihren Newslettern über FGM und den Film Wüstenblume. Bei PUMA werden in allen Geschäften Informationsbroschüren zu weiblicher Genitalverstümmelung ausliegen.
Mehr Informationen zu den umfassenden Maßnahmen finden Sie hier.
Sao Paulo - Waris Dirie hat in der vergangenen Woche beim Karneval in Brasilien 10.000 Euro für ihre Foundation gesammelt. Die Spende kam von der Carmarote Bar Brahma, die Waris zum brasilianischen Karneval nach Sao Paulo eingeladen hatten. Der Karneval in Brasilien steht dieses Jahr unter dem Motto “Afrika”.
“Es ist mein erster Besuch in Brasilien und ich bin sehr froh, dieses wunderschöne Land endlich besuchen zu können. Die Brasilianier können nicht nur gut Fußball spielen, sie sind auch gute Menschen!” sagt Waris Dirie.
Hier zwei Artikel über Waris Besuch in Brasilien (auf portugiesisch).
Marie Claire
Delas
Die von Waris Dirie Anfang Februar präsentierte Kampagne Stop FGM Now zeigt in Deutschland bereits erste Wirkung. Der Bundesrat hat das Thema weibliche Genitalverstümmelung wieder auf seine Agenda gesetzt und diskutiert längere Haftstrafen und härtere Regelungen für Verstümmelungen, die im Ausland vorgenommen werden.
Die deutsche Lehrergewerkschaft äußerte sich zu dem Thema FGM und fordert Aufklärung aller Lehrer, vo allem über mögliche Anzeichen dafür, dass Mädchen von FGM betroffen oder bedroht sein könnten.
Die Fernsehsender VOX, ntv und RTL zeigen bereits seit einigen Tagen die Fersehspots der Kampagne.
Zusammen mit Vertretern von sechs weiteren NGOs hat Waris Dirie gestern in Berlin eine neue weltweite Kampagne gegen Genitalverstümmelung vorgestellt. Die Kampagne, die von der Agentur Heyman Brandt de Gelmini umgesetzt wurde, provoziert mit der Aussage “jetzt noch die Klitoris herausschneiden, uns sie ist perfekt”. Auch das Gesicht der Kampagne, das deutsche Topmodel Manon von Gerkan, war bei der Präsentation der Kampagne mit dem Titel “Stop FGM NOW” anwesend.
Mehr Informationen zur Kampagne gibt es hier.
Das Forum of Islamic Thought in Mauretanien hat sich öffentlich gegen FGM ausgesprochen und eine fatwa, eine muslimische Rechtssprechung gegen diese Praxis ausgesprochen. In dem westafrikanischebn Staat sind über 70 Prozent der Frauen von FGM betroffen. Der Generalsekretär der Organisation betonte, dass FGM im Koran nicht verlangt werde und der Islam jede Praktik die gesundheitsschädlich ist verurteile.
Obwohl eine fatwa nicht rechtlich bindend ist gehen regionale NGOs davon aus, dass sie einen großen Einfluss in jenen Gemeinden haben wird, die FGM aus religiösen Gründen praktizieren.
Der Waris Dirie Foundation liegen Informationen vor, die darauf hindeuten, dass nicht nur Im Irak, sondern auch im Iran viele Frauen und Mädchen von FGM betroffen sind. Mehr Details dazu in Kürze.
Mehreren Berichten zu Folge decken Mitglieder des Gesundheitssystems im Iraq, wo etwa 60 Prozent der Kurdinnen von FGM betroffen sind, FGM und verbreiten Missinformationen sowohl zu Zahlen Betroffener wie auch zu Folgen und Risiken von FGM. Eine Gesetztesvorlage aus dem Jahr 2008 wurde vom kurdischen Parlament nicht verabschiedet.
Youtube und das Weltwirtschaftsforum in Davos haben gemeinsam einen Wettbewerb ausgeschrieben, an dem sich zahlreiche junge Redner aus der ganzen Welt mit einem Video beteiligt haben, in dem sie über ein selbstgewähltes Thema sprechen. Die Youtube Gemeinde konnte über den Sieger abstimmen, der dann in Davos vor der anwesenden Wirtschaftselite sprechen darf. Mit großer Unterstützung der Waris Dirie Foundation Community hat Julia Lalla-Maharajh den Wettbewerb aus Youtube für sich entscheiden können. Sie wird am 30. Januar mit Prof Muhammed Yunus (Nobelpreisträger), Ann Venemann (Unicef Executive Director) und Dr. Margaret Chanh (Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation) über FGM diskutieren.
Mehr Informationen zu Julia Lalla-Maharajh und ihrer Kampagne gibt es hier und hier.
Wüstenblume erhielt in München den Bayrischen Filmpreis für den besten Film des Jahres. Der Preis ist mir 200.000 Euro dotiert.
“Ich bin glücklich, dass Wüstenblume den Bayrischen Filmpreis erhalten hat. Es ist ein Verdienst des gesamten Teams, das an diesem Film gearbeitet hat. Je mehr Menschen diesen Film sehen, desto besser! Ich hoffe, dass der Film überall auf der Welt gezeigt werden wird, und für mich ist es besonders wichtig, dass der Film auch in Afrika ” - Waris Dirie
Hunderte Frauen, Männer und Kinder versammelten sich letzte Woche in der frühen Morgenhitze in einem Fußballstadion im Norden Somalias um einer historischen Erklärung beizuwohnen: die Verbannung von FGM durch die Vertreter von 20 somalischen Gemeinden. An der Veranstaltung nahmen Frauenrechtsaktivisten, religiöse Führer und lokale Politiker teil. Es war dies der vorläufige Höhepunkt einer dreijährigen Arbeit der NGO Tostan und seinem lokalen Partner der Somalischen Kultur- und Sportorganisation, die sich gegen weibliche Genitalverstümmelung in Somalia engagiert.
Eine ähnliche Erklärung gab es bereits im Oktober 2009 an der 14 Gemeinden im Nordosten Somalias teilnahmen.
Waris Dirie: “Ich bekomme täglich Emails von Somalis, die an die Waris Dirie Foundation schreiben, darunter sind sehr viele junge Leute, die diese kriminelle Praktik definitiv ablehnen. Wenn es Frieden in Somalia geben wird, wird sich dieser Prozess dramatisch fortsetzen. Eines der größten Probleme ist aber das nur wenige somalische Kinder zur Schule gehen können. Nur 7 % ! der Mädchen und 13 % der Jungen haben Zugang zu Schulbildung. Bildung ist allerdings der Schlüssel um FGM auszurotten und mein Land wiederaufzubauen.”